EMOP Berlin

 

Seit 2004 stellt Deutschlands größtes Fotofestival alle zwei Jahre die ganze Bandbreite historischer und zeitgenössischer Fotografie in Berlin vor. Museen, Kulturinstitutionen, Galerien, Projekträume, Botschaften und Fotoschulen in Berlin und Potsdam präsentieren zahlreiche Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen, ausgewählt von einer Fachjury. Die Formate reichen von Ausstellungen im Außenraum und großen Museumspräsentationen, über Einzel- und Gruppenpräsentationen in Galerien und Projekträumen bis zu beeindruckenden Beiträgen vieler ausländischer Kulturinstitute und Botschaften sowie der städtischen Kunst- und Kulturämter.

2016 fanden erstmals zum Auftakt des Festivals die EMOP Opening Days in Kooperation mit der C/O Berlin Foundation im Amerika Haus statt, die in 3 Tagen mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher anzogen. Wegen des großen Erfolges fanden sie 2018 erneut bei C/O Berlin statt.
 
Die diesjährige Ausgabe des EMOP Berlin wird am 1. Oktober in der Akademie der Künste am Pariser Platz zusammen mit der zentralen Ausstellung KONTINENT- Auf der Suche nach Europa der Fotoagentur OSTKREUZ eröffnet.
Die EMOP Opening Days finden ebenfalls dort statt und werden in Kooperation mit der Akademie bis zum 4. Oktober ein vielfältiges Programm für die Fotocommunity und alle Fotografie-Interessierten bieten.

Das Projekt EMOP Berlin - Euopean Month of Photography 2020 wird gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Teilnahmebedingungen

Am EMOP Berlin können Museen, Kulturinstitute und Galerien aus Berlin und Potsdam teilnehmen, die sich in professioneller Weise mit Fotografie beschäftigen. Einzelne Fotografinnen und Fotografen werden nicht zugelassen. Eine detaillierte Übersicht über die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Der Bewerbungsprozess ist für 2020 abgeschlossen.

Statement der Jury 2020

Inmitten von Corona-Zeiten fand die Jury-Sitzung Ende März online und per Videokonferenz statt, zu der sich Thomas Licek (Managing Director Eyes On, Wien), Barbara Esch-Marowski (Leiterin Haus am Kleistpark), Annette Hauschild (Fotografin, Agentur Ostkreuz), Dr. Susanne Holschbach (Kunst- und Medienwissenschaftlerin, Dozentin Neue Schule für Fotografie) und Dr. Christiane Stahl (Direktorin Alfred Ehrhardt Stiftung) virtuell versammelten.

„Auch im 9. Europäischen Monat der Fotografie in Berlin demonstrieren die knapp 140 Einreichungen nicht nur die große Vielfalt und das breite thematische wie ästhetische Spektrum des Mediums Fotografie, sondern auch die ungebrochene Anziehungskraft des EMOP für die Berliner Kulturschaffenden. Die Jury ist besonders davon angetan, dass mit den Bewerbern institutionell alle vertreten sind, die unabdingbar zur lebendigen Fotoszene Berlins gehören: große staatliche wie städtische Museen, international renommierte wie kleinere Galerien, Projekträume unterschiedlichster Couleur, darunter auch Newcomer, Künstlerateliers mit kommunikativem Engagement, Streetart-Initiativen im öffentlichen Raum, Botschaften und ausländische Kulturinstitute, kommunale Galerien und nicht zuletzt die Fotoschulen, deren hohe Anzahl das Kreativitätspotential von Berlin widerspiegelt.

Im Vergleich zur vorangegangenen Ausgabe des EMOP Berlin, wo auf ein übergeordnetes Thema verzichtet wurde, fällt auf, dass viele Bewerber das Schwerpunktthema Europa - Identität, Krise, Zukunft aufgegriffen haben und eine vermehrte Zuwendung zur Fotografie als politisches und sozialrelevantes Medium festzustellen ist. Hier stechen insbesondere die Präsentationen einiger europäischer Kulturinstitutionen heraus, die sich diesem Themenkomplex aus der Innenperspektive heraus zu nähern wussten und hochrangige künstlerische Positionen versammeln konnten, wie beispielsweise die der Länder Italien, Irland oder Ungarn. Zusätzlich zum Schwerpunktthema Europa wurden 30 Jahre Wiedervereinigung sowie 100 Jahre Groß-Berlin thematisiert, so dass auffallend viele gut recherchierte Ausstellungen mit analoger SW-Fotografie zu verzeichnen sind, die historische Hintergründe mit interessantem, auch unbekannterem Archivmaterial beleuchten.

Bei der Bewertung der Einreichungen spielten Kriterien wie die thematische Stringenz des Konzepts, Originalität und künstlerische Qualität eine Rolle. Dabei wurde als Kehrseite der genannten Tendenz zum Realen, also zum dokumentarischen Potenzial der Fotografie, festgestellt, dass künstlerisch ausgereifte Positionen, fototheoretisch fundierte Konzepte, experimentelle Vorgehensweisen sowie prägnante, ästhetisch überzeugende Ideenumsetzungen untergewichtet sind. So überzeugten Bewerber zwar mit sozialem Engagement, nicht aber mit ihrer Bildsprache, wenn sie unvertraut war mit den ästhetischen und technischen Möglichkeiten der Fotografie. Auch ließ bei einigen Einreichungen die Diskrepanz zwischen den schriftlich ausformulierten Kurzkonzepten und den fotografischen Arbeiten, die den Konzeptinhalt nicht wiedergeben, eine kuratorische Instanz vermissen.

Insgesamt wird auch die 9. Edition des Berliner Festivals fotografische Schätze heben und eine inhaltlich spannende wie ästhetisch anspruchsvolle Auseinandersetzung mit der Fotografie bieten, die sicherlich wieder Tausenden von Besuchern und Besucherinnen das Medium in all seinem Facettenreichtum näherbringt.“

Teilnehmer 2020

A TRANS • AFF Galerie • Akademie der Künste • Alfred Ehrhardt Stiftung • alte feuerwache projektraum • argus fotokunst • ARTCO Galerie Berlin • Atelier Kirchner • Atelier Sabine Wild • Atelier Soldina • BBA Gallery • Berlinische Galerie • Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg • BFF - Berufsverband freier Fotografen und Filmgestalter • Bildband Berlin • BORCH Gallery • Botschaft des plurinationalen Staats Bolivien • Bröhan-Museum • C/O Berlin • CAMERA WORK • CAPITIS Studios • CLB Berlin • coculture • Collegium Hungaricum Berlin • COPYRIGHTberlin • DAS VERBORGENE MUSEUM • Deutscher Künstlerbund • Dorothée Nilsson Gallery • EEP Berlin • EIGENHEIM BERLIN • ERIAC - European Roma Institute for Arts and Culture • f/16 Schule für Fotografie • f3 – freiraum für fotografie • Fachbereich Kultur Charlottenburg-Wilmersdorf • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum • FMP1 • Foam Fotografiemuseum Amsterdam • Fotogalerie Friedrichshain Friedrichstadt-Palast • Fotopioniere Louis@Nicéphore • Freundeskreis Willy-Brandt-Haus • Galerie Beate Brinkmann • Galerie Deschler • Galerie Gilla Lörcher I Contemporary Art • Galerie Hilaneh von Kories • Galerie Historischer Keller  Galerie Mönch Berlin • Galerie Nord I Kunstverein Tiergarten • Galerie Pankow • Galerie Pugliese Levi • Galerie Schöne Weide • Galerie Springer Berlin • GEDOK Berlin • Gropius Bau • Haus am Kleistpark • Helmut Newton Stiftung • IMAGO Camera Berlin • Irische Botschaft Berlin • Italienisches Kulturinstitut Berlin • JARMUSCHEK + PARTNER • Johanna Breede PHOTOKUNST • Kommunale Galerie Berlin • Kunsthaus Lempertz • Kunsthaus sans titre Potsdam • Künstlerhaus Bethanien • Lette Verein Berlin • LOOCK Galerie • Lothar Wolleh Raum • LUX 66 e.V. • Märkisches Museum Mainoeuvre • Meinblau Projektraum • Museum für Fotografie – Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek SMB • musuku – Museum der Subkulturen • nGbK - neue Gesellschaft für bildende Kunst • Neue Schule für Fotografie Berlin • Österreichisches Kulturforum Berlin • PalaisPopulaire • Persons Projects | Helsinki School • PhotoWerkBerlin • Polnisches Institut Berlin • Projektraum 145 • Projektraum Sankt Studio • RAUM FÜR ZWECKFREIHEIT • Robert Morat Galerie • Rumänisches Kulturinstitut Berlin • Sammlung Müller-Jentsch • Sandau & Leo Galerie • Schloss Biesdorf • SCHWARZ CONTEMPORARY • Slowakisches Institut • St. Matthäus-Kirche • Stiftung Reinbeckhallen • STUDIO 4 BERLIN • südost Europa Kultur • Tschechisches Zentrum Berlin • University of Applied Sciences Europe • URBAN NATION Museum • Verein für Ereignisse - Fotomarathon Berlin • Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz • world in a room • WW48 Studio • Zitadelle - ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst

 

Das Projekt EMOP Berlin - European Month of Photography 2020 wird gefördert von: